Anbei eine Auswahl von Rezensionen für jeden Band:
Band 1: Honeymaw
5 von 5 Sternen
Ich glaube, es "haakt"! - Der grandiose Auftakt einer neuen Fantasylegende!?
Bewertet in Deutschland am 10. April 2023
Wer sich manchmal vielleicht rückblickend fragt, für was die Coronapandemie und die damit verbundenen Lockdowns gut gewesen sein sollen dem empfehle ich dieses fantastische Buch. Corona hat uns alle ziemlich gefordert und Martin Haak praktisch dazu herausgefordert, das "Beschäftigungs-Vakuum" dann sinnvoll auszufüllen. Ergebnis dieser ganzen Entwicklungen ist Haaks Buchdebüt "Honeymaw - Legenden aus der Zeit vor der Zeit", welches meiner Meinung nach seinesgleichen sucht.
Schon lange habe ich persönlich kein solches Debüt mehr gelesen, dass mich so in eine neue Fantasywelt hat ein- und tief abtauchen lassen.
Ich möchte dem Autor nicht zu nahe treten bzw. gleich zu Beginn einer neuen Reihe zu viel Druck aufbauen, aber ich kann mich zuletzt an Paolinis Drachenreiterepos "Eragon" und Patrick Rothfuss' "Königsmörderchronik" erinnern, die mich dann ebenso nachhaltig geprägt und exzellent unterhalten haben, wie die "Legenden aus der Zeit vor der Zeit"-Reihe hier.
Meiner ganz persönlichen Meinung nach entsteht hier Großes von einem mir bis dato noch unbekannten Autor.
Das Buch selbst kommt vom Titel wie auch vom Cover auf den ersten Blick wenig spektakulär daher und setzt hier eher auf Understatement. Der Inhalt offenbart dann aber genau das Gegenteil.
Dreh- und Angelpunkt dieses Bandes ist die junge Bärin "Honigmäulchen" (Honeymaw), die kurz vor ihrem 18. Geburtstag steht, mit dem sich dann für die Bärin einiges ändern wird. Von der Suche nach ihrer Bestimmung und einer abenteuerlichen Reise dieser jungen Bärin ist die Rede.
Dieser Band dient aus meiner Sicht zum Ankommen in diese für die Leser noch neue Umgebung und Haak gibt sich alle Mühe, die unterschiedlichen Charakteren dann sehr ausführlich einzuführen und zu beschreiben. Für mich wirkten die Handelnden dann schnell sehr plastisch und vor allem gut nachvollziehbar. Die Welt als solches ähnelt sehr unserer Umgebung, obwohl hier Tiere die Hauptrolle spielen.
Unterschiedliche Perspektiven in der Erzählung lassen das sehr akkurate Worldbuilding insgesamt noch reeller und authentischer wirken. Durch die verschiedenen Blickwechsel kam für mich auch nie richtig Langeweile auf.
Bei mir ratterte der in die Jahre gekommene Filmprojektor in meinem Kopf dann ziemlich schnell los und die Bilder liefen über die imaginäre Leinwand bis zum Schluss hin ohne nennenswerte Pause durch.
Zum Teil wirkt die Geschichte auf mich wie eine Parabel auf unser eigenes Leben und die ganzen gesellschaftlichen Herausforderungen, mit denen wir aktuell und auch zukünftig konfrontiert sind. Die Erzählung birgt bereits in ihren Anfängen so viele tolle Facetten, die dann zum Gesamtkunstwerk zusammengefügt werden. Haaks Stärke ist es, mit der Geschichte die richtigen Bilder im Kopf zu erzeugen.
Ergänzend dazu verweise ich gerne auf die dazugehörige Homepage "Legendenzeit", auf der Martin Haak dann durch und durch beweist, dass in ihm ein richtiges Künstlertalent schlummert. Die darauf präsentierten Illustrationen zur "Legenden aus der Zeit vor der Zeit"-Reihe können sich durchweg sehen lassen und offenbaren ein kleines Stückchen der Story in Form von Bildern.
Rein aufgrund des schlichten Covers wusste ich persönlich nicht so recht, auf welches Abenteuer ich mich hier einlassen werde und war erst etwas skeptisch. Der kurze Teasertext offenbart dann nur ein kleinen Einblick, was auf einen dann wartet.
Das Buch selbst lies mich dann wirklich eindrucksvoll, wehmütig und vor allem freudig auf die nächsten Bände, die hoffentlich bald kommen werden, zurück.
Vielleicht erschafft Martin Haak mit diesem Coup, den er hier eindeutig landet, aktuell seine ganz eigene Legende, auf die er dann in einiger Zeit auch sehr stolz zurückblicken wird.
Band 1: Honeymaw
4 von 5 Sternen
Ein fantasievoller Auftakt einer neuen Reihe
Bewertet in Deutschland am 3. August 2025
Honeymaw ist ein fantasievoller Auftakt einer neuen Reihe, der mich direkt in eine raue, mythische Welt gezogen hat. Besonders die Idee einer jungen Bärin, die sich nicht nur ihrem Schicksal stellen muss, sondern auch eine dunkle Bedrohung abwenden soll, fand ich richtig spannend und originell. Die Sprache ist bildhaft und schafft es, diese vorzeitliche Welt mit all ihren Ritualen und Prophezeiungen lebendig werden zu lassen.
Allerdings braucht die Geschichte anfangs ein wenig, um in Fahrt zu kommen – manche Szenen hätten etwas straffer erzählt sein können. Auch die Nebenfiguren bleiben stellenweise blasser, da hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht. Dafür punktet das Buch mit einer starken Hauptfigur und einer Atmosphäre, die einen fast an alte Legenden am Lagerfeuer erinnert.
Band 2: Die Lezte Nacht
Toll geschrieben, intelligent, fantasievoll - und grausam
Bewertet in Deutschland am 31. Dezember 2025
Die „Legenden aus der Zeit vor der Zeit“ Reihe ist definitiv nichts für Kinder - und auch nichts für Erwachsene mit schwachen Nerven. Was Martin Haak am Ende von Band 1 an Gräueltaten angedeutet hat, eskaliert am Ende von Band 2 zu einer Schlachtenbeschreibung, die mich atemlos und verschwitzt zurückgelassen hat. Und dafür muss ich dem Autor ein Kompliment machen. Die Präzision und Scharfsinnigkeit, mit der er seine Welt und hochkomplexe Zusammenhänge (seien es historische, gesellschaftliche, charakterliche oder technologische) in Worte fasst, die Feinfühligkeit für Stimmungen in besonderen Momenten, die Zurückhaltung bei jeglicher moralischer Wertung des Geschehens - all das kommt auch bei der Beschreibung von Krieg und Elend zum Tragen. Ab der ersten Seite ahnt man, in welche Richtung die Handlung gehen wird, ab der ersten Seite hofft man atemlos, dass es anders kommt - und bis zur letzten Seite kämpft man mit den Bildern, die beim Lesen entstehen, ringt mit der Erkenntnis, dass das Böse keine Grenzen kennt.
Das Buch endet offen, mit einem kleinen Funken Resthoffnung - ich habe sie dringend gebraucht.
Band 3: Brennender Himmel, brennendes Eis
Bewertet in Deutschland am 23. Mai 2023
Nach dem ich Buch eins und zwei verschlungen habe, hab ich Buch drei herbeigesehnt und wurde nicht enttäuscht. Ganz im Gegenteil.
Die Rezension von Hakuna Matata trifft es so ziemlich auf den Punkt.
Und jetzt beginnt das Warten auf Buch vier...
Band 4: Der Fallende Stern
Bewertet in Deutschland am 23. Dezember 2025
Hat mich direkt gepackt.
„Der Fallende Stern“ ist genau die Art von Fantasy, die ich mag: klare Fronten, hohe Einsätze, kein unnötiges Gerede. Die Belagerung von Dreistädten ist spannend geschrieben, die Action sitzt und man merkt, dass hier nichts weichgespült wird. Wenn es brennt, dann richtig.
Besonders gefallen hat mir, dass die Figuren trotz Krieg und Chaos greifbar bleiben. Keine nervigen Heldenmonologe, sondern Entscheidungen mit Konsequenzen. Der Schreibstil ist angenehm direkt und lässt einen zügig durch die Seiten gehen.
Alles in allem merkt man, dass der Autor immer mehr in seinen Stil findet und die Charaktere, welche in den vorherigen Bänden aufgebaut wurden hier noch weiter vertieft und mit weiterem Hintergrundwissen ausgeschmückt werden.
Wichtig: Das ist kein Einsteigerband. Wer die Reihe noch nicht kennt, sollte vorher anfangen – sonst verpasst man einiges. Für Fans der Serie aber ein richtig starkes Buch.
Ich bin sehr gespannt, wie die Reihe fortgesetzt wird!
Fazit: Spannend, düster, konsequent. Klare 5 Sterne.
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